Erleichtert

Nachts (23 Uhr 21) eine Katze auf der Hermannstraße. Sie beschnüffelt die Tür des Drogeriemarkts, wendet sich um, überquert den Gehweg, verschwindet unter einem der parkenden Autos. Eine ampelgehorchende Fahrzeugkohorte braust herbei und vorüber. Mir stockt der Atem und ich hoffe so sehr ich kann, daß sie unter ihrem Auto sitzen bleibt, bis das laute und gefährliche Rudel fort ist. Sie ist geblieben, denn nun läuft sie lässig über die Fahrbahn, quert den Weg eines Fahrradfahrers auf dem Gehweg, die Fußspur eines Fußgängers, läuft in eine unbefahrene Straße hinein. Sie kennt die Gepflogenheiten, irrt nicht ab, findet ihre eigene Spur inmitten dieses Trubels. Sie zeigt, daß es möglich ist.


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