Gänsehaut (lebhaftes und erregtes Frieren) und volle Fahrt (Handbremse los) in die Mitte dieses janusköpfigen Monats mit geringsten Aussichten (fast schon eine Tugend, nichts zu versprechen, da den Mund zu voll zu nehmen eine Art Gestaltungsmerkmal geworden ist, vorbehalten jenen, die schnell mal und sonstwas ) und den Aufprall riskieren. Fahrt aufnehmen mit Jesu (d.s. Justin K. Broadrick, Ted Parsons, Diarmuid Dalton) und Sun Kil Moon, die ein Album eingespielt haben, das seit gestern auf der Seite sunkilmoon.com zu hören ist. Ich verstehe nun vieles noch einmal neu: was eine Erzählung ist, mit welcher Macht und welch berechtigtem Zorn die elektrischen Gitarren einschlagen und die Gänge freibohren für den guten Strom, der weit weit hinausführt in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und die Dreieinigkeit dieser dimensionalen Einheiten, sich vereinigend in den heiligen Momenten der großen Fahrt. Unwiderstehlich wie eine Wahrheit, die alles wegfegt, was bisher herumplunderte und gewohnheitsrechtlich Ansprüche stellte. War mal. Die Tickets sind derzeit frei: 10 Titel, 10 Fahrten. Laut hören, Kopfhörer auf. Jesu schießen Mark Kozelek in eine neue Umlaufbahn. Lieblingsstück? Aussichtlos, ich erkenne keinen Ausfall. Vielleicht Beautiful You. Ja, Beautiful You.
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