Klagegesänge musikalischer Männer, die sich Singer/Songwriter nennen und ihr Liebesweh intonieren. Come back to me … Vordergründig geht es um Liebe, doch eigentlich schreit das gekränkte Ich. Zurückgewiesen werden – unannehmbar! Ein heftiger und langanhaltender Schmerz verzehrt wie ein Brand. Die Welt ein Unort, wüst und leer wie nach einem letzten Krieg. Die Farben sind fort, jedes Lachen gleicht einem Peitschenhieb. Wenn nur durch die Liebe das Leben Wert gewinnt, bereitet ihr Entzug Höllenqualen. Das Herz blutet aus, der Körper stößt noch taub an Gegenstände. Gespenstisch, in die Augen eines Verlassenen zu blicken. Ein ausgeraubter Blick, der aus tiefen Höhlen nichts mehr sieht. Stattdessen wird im Kopf in schneller Bildfolge das Endlosprogramm der Liebesgeschichte gespielt, vom süßen Anfang bis zum bitteren Ende. Darüber brütet der armselige Verstand und studiert die Sequenzen, läßt sie sich wieder und wieder vorführen, auf der fieberhaften Suche nach einer Spur oder einem Indiz. Die Schlußfolgerung läßt er allerdings nicht gelten. Sie zu zerpflücken und für nichtig zu halten, ist die ihm zugewiesene Aufgabe. Er ist der Anwalt des Geschädigten, das war zu erwarten. Der Liebestote aber taumelt weiter durch die Tage seiner Verlassenheit. Die Zukunft ist abgeschafft, denn eine Zukunft ohne sie ist unausdenkbar. Die Gegenwart ist ebenfalls sinnlos, lediglich ein Nichtverstreichen von Zeit. Die Freunde schauen besorgt und erwarten Auskunft. Sie bekommen zurechtgelegte Sätze, die dem Mund zu sprechen befohlen wurde. Endlich entringt sich der Seele ein Lied. Come back to me oder so ähnlich. Wer sprechen oder singen kann, ist doch noch nicht tot. Später einmal gehört dies zur Geschichte eines eigenen und mit anderen geteilten Lebens. Wir sind keine Kinder mehr, wir stehen ohne berechtigte Ansprüche inmitten der großen Welt und dürfen uns glücklich schätzen, wenn etwas gelingt.
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