Respekt: Rückschau und Berücksichtigung, Ehrerbietung und Wertschätzung, Würdigung. Ein Tag besteht aus unzählbar vielen Eindrücken. Sie folgen aufeinander in wilder Jagd, und fast scheint es, als konkurrierten auch sie, da doch alles konkurriert oder annimmt es zu müssen. Das schreiende Bild an einer Wand (attention, interest, desire), die grelle Montur eines Läufers, einer Läuferin. Vorüber und fort. Taijiquan im Schnee auf weiße Art während des Spazierwanderns durch den Park und über das Feld, Schattenboxen gegen die innere Unruhe, bis die innere Unruhe ermüdet und in die Ruhe einfließt. Da lag auch ein Hund und erwartete seine Leute: Mann, Frau und Kind. Das Kind war noch klein und lag eingewickelt im Kinderwagen und schlief oder döste oder bestaunte den schneegrauen Himmel oder lauschte den Geräuschen der Schritte seiner Eltern oder dem Knirschen der Räder des Wagens im Schnee. Ich überholte das Gespann, und der Hund wußte zunächst nicht, was das zu bedeuten hat. Sollte er eingreifen, wurde das erwartet? Denn um uns war nichts und niemand. Sich umsehen und warten. Rückschau und Berücksichtigung. Es sind sehr viele Eindrücke. Ich kann nicht allen gerecht werden. Niemand vermag das. Ich möchte nicht flüchtig sein oder obenhin. Der Schattenboxer im Schnee bewegte sich angespannt und muskulös. Es sah sportlich aus, was er dort trieb abseits des Wegs neben einem Gebüsch. Wenn Sport in die Leichtigkeit mündet, ereignet sich Schönheit, entsteht Kunst. Leichter Schneefall, es ist Nacht. Rubinrot der Wein. Blut der Erde.
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