Romantisches Fragment 1967/2016

Während ich Gläser spülte, dachte ich an James Douglas Morrison, genannt Jim, und summte The End.

Ursprünglich ein Lied über das Ende einer Liebe, dann sehr viel mehr und anderes: ödipale Phantasie, Untergangsvision, Drogen- und Höllentrip. Das westliche Abräumkommando zur Vernichtung der Werte ist angetreten, Ritt auf der Schlange, Warten auf den blauen Bus, Beginn der endlosen Reise, die gestoppt werden wird. Montage der Sinn- und Bedeutungsfragmente, musikalische Inszenierung. Bedrohung, Nähe der Gefahr, ihre Verlockung, der Sog.

Betritt die Goldmine, sei getrost. Du wirst nie wieder der sein, der du warst. Die Versprechungen und Befürchtungen sind sämtlich wahr. Vorzeichen der großen Offenbarung, die Schlange öffnet ihr Maul. Oben die Sterne, die sich unter der Himmelskuppel krümmen, anordnen und Verbindungen aufbauen, zwischen ihnen Samenfäden wie getröpfelt. Du küßt die Schlange und wirst verschlungen und gleitest in ihren heißen Leib, aus dem giftige Flammen nach dir züngeln. Die bunte Zone. Nicht zurück – durch sie hindurch, ganz hindurch. Das dauert qualvoll lange, lustvoll schlimme Zeit.

Am anderen Ende des Endes liegt ein neuer Anfang. Gereinigte Wirklichkeit, ein offenes Tal.

Es gibt keinerlei Schlußfolgerung.


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