Moby Dick

Ehrlichkeit. Aufrichtigkeit. Wahrhaftigkeit. Monumental stehen die Eigenschaften im Schmuck ihres Namens. Sie wirken unberührbar und unanfechtbar wie Festungen; sie sind tief wie Verliese des abhandenen Sinns. Sie sind aufgedruckt flach und Parole und entleeren sich ihrer Bedeutung mit dem vielen Gebrauch. In den Gärten der Sprache ist einiges und vieles zu tun. Wir merken auf, wenn ein bestimmtes Wort gewetzt wird. Ein anderes muß begraben werden für einige Generationen. So ergeht es den Stars, sie treten ab. Erfolg macht schon gar keinen Spaß mehr, Gewinn klingt bald nach Verlust. Liebe hält sich beständig, wandelbar wie der Mond. Das Durchscheinende vernebelt sich, die Erkenntnis bedarf der Güte. Die Wesenheiten vermählen neu. Das ist das überaus Interessante an der Gegenwart: daß sie Schwelle ist, Zollstation und Schleuse. Manchmal ein Wirbel, ein Griff in die Tiefe, das Neue ist längst schon bewährt. Wer jetzt noch Anweisungen trifft, wird morgen bitten dürfen. Im Wandel der Zeit hält sich die Wahrheit konstant. Sie taucht auf, wenn sie mag oder muß, und ähnelt darin den Walen.


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