Jeremiah besieht sich die Spitzen seiner Stiefel. Er ist nicht ausgesucht reinlich, doch die Spritzer auf dem Leder bewirken eine zweite Verstimmung an diesem Morgen. Der Chinese räumt lautlos ab, nickt unverbindlich freundlich, fürchtet sich – scheint sich zu fürchten. Was ist China? Ein mächtiges Kaiserreich, ein gigantisches Land, das Menschen auswirft. Die Linien des Tisches sind geschwungen, doch sie führen an den Rand. Holz minderer Qualität, alles ist schnell zusammengezimmert worden. Jeremiah kennt Boston nicht. Er soll dort geboren worden sein. Alles Frühe in seinem Leben ist Erzählung. Er sagt Boston und weiß eigentlich nichts. Boston ist ein Wort für Quelle, unbekannter Ort, Geheimnis. Der Osten hat ihn ausgespuckt, vertrieben, fortgejagt. Auf der Durchreise, nun in Starbelle. Hier ist nicht zu sterben, denkt er. Er sollte einen Hiesigen fragen, ob es nicht besser Starbell lauten sollte. Wie auch immer. Er will weiter. Der Sheriff könnte Ärger machen. Andererseits weiß der genug und möchte alt werden, auf seine misanthropische Weise. Jeremiah weiß, was sich gehört. Leben lassen ist gut. Er spuckt nicht auf die gefegten Fußbodenbretter, zieht nur hoch und schluckt den Schleim. Ich muß hier raus, denkt er, es wird eng. Diesen einen Tag noch.
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