Was wir sollen relativ, was wir wollen absolut

Ist der geheime Mittelpunkt des Lebens denn der Tod? – Als gäbe es hinterrücks eine Verbindung, die beiden frommt. Deshalb sind die wahrhaft Liebenden auch dem Tod geweiht. Er beugt sich über die Gläubigen der Liebe in Ehrfurcht und bietet seine fahle Hand zum Geleit. Nach solchen Erfahrungen verweilt man im Bezüglichen und richtet sich unbefriedigt ein. Nicht ein weiteres Mal antreten zum Spiel des Todes, dem Alles oder nichts einer wirklichen Begegnung zwischen Mann und Frau. Ehe und Familie gehören ins Soziale, die Liebe ins Unbedingte. Man streitet bereits, ob es sie gibt. Ernsthafte Stimmen mahnen, vernünftig zu sein und sich gemeinschaftlich einzurichten. Das nehmen wir zur Kenntnis, begeistern wird es nicht. Das meiste dreht sich um den Tausch. Opfere deinen schönen Sinn und Wahn und reihe dich ein in die Kohorten des blühenden und welkenden Lebens. – Derzeit erscheinen beide Wege versperrt. Weder kann ich mich dumm, noch kann ich mich klug stellen. Der geheime Mittelpunkt des Todes ist das Leben.


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