Geduld mit sich selbst, Geduld mit den anderen. Es soll schnell gehen – damit was geschieht? Die Reisetasche ausleeren, durch die Räume streifen, über die Bücher streichen. Freunde anrufen … doch sie sind fort. Einen Tee kochen, eine Mail lesen, eine Antwort verfassen. Schnell erledigt.
Nicht so schlecht, in einem Wagen über Land zu fahren und den Ortsnamen Schandelah zu lesen. Die Straßen führen an Wichtigem vorbei, doch zunächst einmal bringen sie näher. Es führt keine Straße in dieses Zimmer, es ist ein Pfad. Die letzten Schritte sind meistens versperrt.
Es regnet freundlich, eine gute Gabe. Auf dem Holzkohlegrill steht eine Gießkanne und zeigt mit der Tülle nach Süden. Seit der Hof gefegt wurde, steht sie so. Ein Plastikstuhl zwischen den Türen 9 und 10, als hätte sich jemand Unsichtbares zu entscheiden. Die Rosenblüten hängen schwer. Der Himmel ist grau und dunkelt nun nach. Die Sonne sinkt vor unseren Blicken; dabei drehen wir uns von ihr fort, nicht sie sich von uns. Die Schönheit der Ereignislosigkeit. Es ist Samstagabend und niemand geht aus.
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