Dieser Eintrag fällt mir schwer. Nichts Schlimmes, die Show geht weiter, doch ich habe zu viele Ideen. Eben war ich in den Tropen, ließ die Nacht hereinbrechen wie ein Unheil, sorgte mich um den Vizekonsul, der seine Zigarre ablegt und sich wundert, daß auf sein Zeichen hin niemand erscheint. Das Sonnenuntergangsgetränk ist Whisky-Soda mit einem Schuß Limettensaft. Schließlich wuchtet er sich aus dem Lehnstuhl und sieht nach. Man sollte sich Sorgen machen. Kurz darauf befand ich mich im Zwischenbereich von Kochen, Essen und Wohnen. Jemand spült ab, die zweite Person studiert das Fernsehprogramm auf der Suche nach einem unterhaltsamen Spielfilm, den beide sich werden ansehen können, bevor sie zu Bett gehen und sich eine gute Nacht wünschen. Nicht zu anspruchsvoll, nicht zu billig. Ich stand mit den Begehrenden in einer langen Schlange vor einem Klub und hoffte, daß der Türsteher erkennen könne, wie passend ich sei für diese eine Nacht an diesem einen Ort. „Langsam senkt sich die Nacht“ war der Ausgangspunkt meiner Ausflüge. Nicht überall senkt sie sich langsam. Woanders ist es unversehens dunkel, dann schwarz, Sterne blitzen tausendfach am Himmel, doch wehe dem, der sich verlaufen hat oder nicht auskennt und nun einen Pfad entlang strauchelt, der tückisch ist und durch das Unterholz führt, wo fremdartige Tiere eben jetzt zu agieren beginnen. Andererseits diese Stille, als sei die Welt ein friedlicher Ort oder könne es sein für die Dauer von sechs bis acht Stunden, sofern man nicht einem der Fressenden ins gierige Maul gerät. Vielleicht selbst noch jagen gehen in dieser großen Stadt ohne Limit und Ziel und die Zähne in etwas schlagen, das unfaßbar weich ist und schmeckt. Ach Sommer, du bist schrecklich und schön.
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