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Es regnete und wehte. Die Bäume bogen sich, die verdorrten Königskerzen am Gleisbett schwankten. Im Tiefflug glitten Tauben ein und nahmen platz auf dem Teerpappendach des Bahnsteighäuschens. Noch sieben Minuten bis zur Einfahrt des Zuges, der Kaffeebecher halb leergetrunken. Zu Füßen die glitschigen Würfelsteine des Pflasters, auf ihnen die weggeworfenen Zigarettenstummel: macht schon wer weg. Ein Besonderer markierte mit seinem Edding alle Plakate im Windfang: eine spiralige Kreisbewegung und ein B darin plus Herz. B wie diese Stadt, und er tigerte pantherhaft weiter und suchte Flächen für sein Herz-B oder Herzweh, die Kapuze übergestülpt und darunter die Kopfhörer, die Schritte im Takt der Musik: ich zeichne die Stadt, eine Liebe. Der Regen wie Bindfäden, die sich von oben stets erneuern, als sei unsichtbar hoch eine Spindel: nicht eine, sondern alle. Er verschwand im Treppenaufgang, der ein Treppenabgang ist. Es geschah noch sehr viel mehr. Würde ich jeden beschreiben, der während der sieben Minuten an mir vorbeilief und einen Eindruck hinterließ, würde ich in sieben Jahren nicht fertig: ist nicht nötig. Wie es ist, einen Zug zu besteigen, erzähle ich später.


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