Manchmal eine Leichtigkeit, als sei ich kurz davor, doch noch fliegen zu lernen. Als gelange der Inhalt zu seiner Bedeutung, die Fracht an ihr Ziel, der Kampf an ein gutes Ende. Die vielen Tage der letzten Jahre im Rücken wie drückendes Gepäck, das sich endlich nun abwerfen läßt. Nicht weil es nutzlos war, sondern weil es ausgetragen ist. Die Vergangenheit möchte nämlich durchaus nicht sterben, sie erhält sich durch lebhaft tiefe Bilder und schmerzhafte Gefühle von Verlust und Unwiederbringlichkeit. Das sind die Hauptspeisen der Melancholie, die sich in uns mästet. Sie nickt befriedigt, wenn wir der Gegenwart entraten und zurückkehren in den warmen Schmerz, als sei der die eigentliche Heimat und die Freude nur eine Herberge für kurz und unterwegs. Wo das Glück wohnt, weiß ich nicht. Aber ich werde es aufspüren, skeptisch und augenzwinkernd wie ein Halunke, der sich nicht zu schade ist, im Dreck nach Gold zu wühlen. Im Schlager waren die Straßen aus Dreck gebaut. Im Märchen führen die Wege weiter. Und was bedeutet wandern? Bedeutet es nicht auch wandeln. Und jetzt verspüre ich keine Angst mehr.
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