Sicher kann man Fehler machen, wenn man die kleinen Dinge zu groß nimmt. In umgekehrter Richtung besteht Gefahr, die wichtigen Dinge nichtig zu machen. Was aber sind große und was sind kleine Dinge und wodurch bestimmt sich ihr Wert? Ich stand eben in der frischen Kühle und dachte an das Niedrige. Nichts fiel mir ein. Selbst das billigste Spielzeug aus der industriellen Massenfertigung in einem Überraschungsei, umgeben von Kinderschokolade, trägt noch Spuren irgendeines Schönen oder einer letzten Idee von Freude. Eigentlich stimmen diese kleinen Nichtsnutzigkeiten eher traurig. Wieder gleite ich ab, doch das paßt zum Thema. Nach unten wollte ich, zum Niedrigen. Es gibt niedere Beweggründe, sicher. Habgier, Neid, Mißgunst, sogar Eifersucht, wie natürlich sie auch erscheint. Jede Form des Hasses. Alle Schattenseiten menschlichen Empfindens. Ich zum Beispiel neige dazu, die Dinge zu überhöhen, sie meist sogar schicksalhaft zu nehmen. Aber das ist meine Aufgabe, denke ich: zu prüfen, ob es so ist. Ob das Leben etwas mit größeren Zusammenhängen zu tun hat. Mir wäre es recht. Es entspräche meinen Vermutungen. Beweisen kann ich gar nichts, nur schildern. Von Zeit zu Zeit, versteht sich.
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