Irgendwann eines mittlerweile fast schon fernen Märztages redete ich mir Mut zu und behauptete, Tage, die übel beginnen, wären nicht selten die besten, sie enthielten gute Überraschungen oder so ähnlich. Ich lese mich nicht nach oder nur, wenn ich muß. Jetzt ist es Nacht, und ich muß nicht. Jetzt ist es Nacht und ich lebe in der Stille. Ich habe viel gelernt an diesem vermeintlich schlimmen Tag, der nun abgelebt, aber nicht abgelegt ist. Letzte Nacht ein Traum, in dem Löwen auf mich zustürmten in großer Zahl, ich konnte in letztem Moment einen jeden von ihnen betäuben, und noch während des Traums wunderte ich mich, daß betäuben ausreicht und die Betäubungen schnell genug wirkten. Die Löwen sanken wenige Meter vor mir zu Boden, brachen ‚rechtzeitig‘ zusammen. Ein leicht zu lesender Traum, verständlich auf ersten Blick. Doch das wurde mir gezeigt und bewiesen. Wie so oft wollte ich Größeres darin erkennen, gemäß meines Talents und meiner Neigung. Nein, nur eine Fastbedrohung, rechtzeitig abgewehrt, ins Bild oder in die Bilder eines Traums überführt, damit die Instanzen Bescheid wissen und wirklich wissen, daß sie eingefangen oder nahezu beseitigt sind, diese wirklichen Bedrohungen meiner Existenz. Ich habe viel zu lernen. Sodann wurde versucht, mich abzutrennen von dem, was ich suche und brauche. Das kann ich nicht dulden, denn was ich brauche und suche, entscheide jederzeit und allein ich. Wer schwach wirkt, ist vielleicht nur schwankend. Ich gehe nun, spät genug, schlafen und erwarte nächste Träume und Nachrichten über meinen Zustand oder den anderer. Wenn ich liebe, liebe ich, selbst dann, wenn das niemand versteht. Januar zum Beispiel dafür, daß er niemals gefällt und gefällig ist. Das ist die Wende.
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