Zugleich wurde deutlich, daß sie zuverlässig ihren Dienst versahen: ein Trupp von Abdeckern, ein Haufen von Bestattern, den man schnell und preisgünstig ausstaffiert hat, damit er nicht unehrenhaft erscheint angesichts des Todes und seiner angeblichen Würde. Jeder von ihnen oder jede von ihnen (sie erschienen geschlechtlos) wirkte trotz oder wegen der aufgesetzten Vornehmheit verschlagen. Vermutlich ging es darum, schnell noch dem Toten das Gold aus dem Maul zu reißen oder eine Armbanduhr zu ergattern. Sie durchstreiften das Feld mit der Aufmerksamkeit eines Suchtrupps. Neid und Mißgunst hielten sie dicht beieinander. Jede oder jeder wollte dabei sein, wenn ein Fund sich zeitigte, ein Stück Fleisch vom Lebendigen, die Erde reinigend, so der Auftrag, man wäre eifrig und pflichtbewußt und hätte sich nicht zu schämen, nicht einmal des Gestanks, kaum der Gier. So schritten sie einher und ähnelten ein wenig den 1-Euro-Jobbern vor Jahren, als dieses reiche Land namens Deutschland sich rüstete, die Zukunft zu meistern, und jene, die arbeitslos waren, in die Parks kommandierte, um dort den Unrat zu entfernen. An die erbarmungslose Professionalität der Krähen reichten die damaligen Abordnungen niemals heran. Der Ehrgeiz fehlte.
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