Vermutlich sind jene am schlimmsten, die aktivieren möchten. Man findet sie überall. Gemäß ihrer eigenen Unruhe stiften sie an zur Aktion. Mal muß der Wald gefegt, ein anderes Mal die Jugend gerettet werden. Ganz gleich, worum es geht – es ist dringend. Sie warnen und mahnen und ringen die Hände, wenn niemand auf sie hört. Sie sind dramatisch. Schnell muß ein Geschenk besorgt werden, schneller noch die Glückwunschkarte unterschrieben sein. Und wer überreicht die Blumen, sind denn Vasen vorhanden, warum klärt das niemand?
Sie sitzen nicht still, denn säßen sie still, wären sie tot oder jemand hätte sie gefesselt. Entsprechend ihrer schnellen Erregbarkeit sind sie oberflächlich, dank ihrer staunenswerten Entschiedenheit jedoch bohrend und penetrant. Wo sie ansetzen, qualmt es. Kurz nach Erscheinen entfesseln sie eine flackernde Unruhe, die sich in alle Richtungen ausbreitet wie eine Epidemie. Ihr verstecktes Hauptanliegen besteht darin, andere ebenfalls aus der Ruhe zu bringen – da sie selbst keine kennen. Sie halten ihren Zustand für objektiv.
Stets dienen sie selbstlos dem Guten, fühlen sich ihm allein verpflichtet und wissen darzulegen, wessen es bedürfte, um unsere Welt zu einem besseren Ort zu machen. Nur ein Schlaganfall kann sie stoppen oder ein anderes Mißgeschick aus dem Repertoire der immer noch unzulänglichen Natur. Das Quecksilbrige ihres Wesens läßt sie die Orte des Glücks, nach denen sie sich insgeheim sehnen, niemals finden. Es hätte mit dem schönen Frieden auch sogleich ein Ende, wenn sie dort aufkreuzten mit ihrem Fanatismus des Beurteils und Besserns.
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