Kein Tag gleicht dem andern, das scheint nur so. Routine und gewisse Wiederholungen sorgen dafür. Der Weg ins Bad, die Zubereitung des Kaffees, die Auswahl der Kleidung. Der Weg zur Arbeit und die Verrichtungen dort, der Gesprächston unter Kollegen, die Pausenrituale. Nachmittags oder abends der Rückweg, das Abendessen, die freien Stunden mit sich selbst oder Angehörigen. Da scheint kein Platz für Sonderliches zu sein. Und dennoch. Dieses „dennoch“ wird tief und reich, wenn man beginnt, sich auf die Unterschiede der Stunden und Tage zu konzentrieren. So wie ich jeden Tag anders gehe – mal hüpfend leicht, mal schleppend schwer, und alles weitere dazwischen – so denke und empfinde ich auch anders. Es ist unmöglich, jeden Tag dasselbe zu tun und jeden Tag derselbe zu sein. Wenn es scheint, als sei das möglich, hat man sich einschläfern lassen und ist nicht sehr aufmerksam. Das Abenteuer kann jeden Augenblick beginnen. Ich habe es mir eben geschaffen.
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