Nachmittags aus dem Haus, einkaufen gehen. Steht da ein schwarzer Hund auf dem Gehweg, beschnüffelt die Hauswand. Irgendwem wird er gehören, ich laufe weiter. Seine Schritte auf den Gehwegplatten sind deutlich vernehmbar, er folgt. Die Krallen machen dieses Geräusch. Endlich läuft er neben mir, trottet einher, als seien wir alte Bekannte. Nein, ich spreche ich ihn nicht an. Wir laufen nur so, gemeinsam bergab Richtung Hermannplatz. Er wird sein Ziel haben, ich habe meins. Ein schöner Hund, groß, glatthaarig, runder Kopf, Schlappohren, braune Augen, aufmerksam. Ich höre weiter seinen trabenden Schritt, wir sind fast schon unten, wo die Autowege sich kreuzen, es gefährlich für ihn wird und wir an der Fußgängerampel warten müssen. Er wartet mit. Als alle gehen, geht er auch. Ich höre ihn hinter mir, sehe mich nicht um, laufe schnell weiter. Endlich drehe ich mich doch um – da überquert er bereits den nächsten Fußgängerüberweg und hält auf den Eingang des Untergrundbahnhofs zu, gänzlich unabgelenkt, lässig und zielstrebig zugleich.
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