Vor mir freie Tage und große Erwartungen. Nur der freie Mensch lernt sich kennen, den gefangenen halten die äußeren Bahnen und Bande. Ich weiß, daß ich haltlos sein kann, doch ich bin zu retten. Davon gehe ich aus, sonst ließe ich sie bleiben, die Freiheit und das andere auch. Ja, die Erwartungen sind groß, so groß wie noch jedesmal, wenn ich aufbrechen mochte und auch dachte, daß es geht. Wenn es geht, ist es gut, wenn es läuft, ist es besser. Manchmal aber stockt das eigene Leben, dann ist kein Zug in der Sache, die keine Sache ist, sondern eine Konstellation unberechenbarer Wesenheiten um mich und in mir, die miteinander spielen und streiten und sich mattzusetzen versuchen. Ich bin wie jeder andere auch ein Kampfgebiet widerstreitender Kräfte, doch nur die Freiheit kann zeigen, wozu ich imstande bin. Übrigens möchte ich – um hier gar nicht erst zu schwindeln – faul sein. Ich habe aber erkannt, daß das Faulen den Organen ebenso zusetzt wie dem Geist. Man zerfällt, wird zu etwas Amorphem, „Material für die nächste Schicht“.
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