Der neunte Tag

Sonntag, ein ausgedehnter Nachmittag, breit genug für einen Mittagsschlaf. („Die Tendenz, mittags zu schlafen, ist in uns angelegt.“) Draußen die Stimmen der Frauen, im Garten, ich verstehe zum Glück kein Wort. Ich kann die Stimmen unterscheiden, vielleicht sind es zwei, vielleicht auch drei. Sie sprechen in meinen Schlaf. Ab und an bin ich kurz wach, nicht wirklich wach, vielleicht halbwach, jedenfalls wach genug, um zu bemerken: sie sprechen noch. Dadurch bin ich umrankt von unbekannten Geschichten und Ansichten. Als ich mich erhebe, verlassen auch sie den Garten. Als sei da ein Zusammenhang, als hätten sie gewartet, oder wir reagierten unabhängig auf den Befehl eines Dritten.


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