Es muß einen Ort geben, an dem klar gesprochen wird, gesprochen auf die bestmögliche Art, in der bestmöglichen Weise. Damit weniger unerklärter Rest bleibt, damit einmal aktiviert wird, was uns zustatten ist und zuhanden. Zu Händen, zu Gebot, zur Verfügung. Ja, dann tun wir es doch! Überall diese sogenannten Geheimnisse, Versteckspielchen, Albernheiten. Vorhang auf, Vorhang zu. Selbstschutz, Gesicht wahren, nicht zu weit aus dem Fenster. Halleluja. Ich habe mich nicht gezeigt, niemand hat mich gesehen, wenn man mich gesehen hat, dann wenigstens nicht erkannt, ich war nie dort, und wäre ich dort gewesen, könnte niemand mit Gewißheit sagen, daß ich es war. Halleluja. Es muß einen Ort geben, an dem und so weiter. Dieser Ort ist die Poesie. Nein, nicht Poesiealbum, keine Blümchentapete für das große Scheißhaus namens Welt, sondern die beste Sprache für das beste Wissen einer Wirklichkeit, die wirkt und wehtut, nicht nur so tut als ob. Jeder, verdammt nochmal, weiß das, jeder sehnt sich nach so etwas, jeder möchte etwas lesen und hören, was frei gesprochen ist, aus dem blutigen Herzen heraus, ehrlich und schön wie Neuschnee oder Spuren darin von frühen Schritten.
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