Ein Tag mit Trakl-Gedichten, der berühmten Verse wegen: „Gewaltig endet so das Jahr / Mit goldnem Wein und Frucht der Gärten.“ Aus dem Nachlaß: „Ihr goldenen Sonnenblumen, / Innig zum Sterben geneigt“. Blick die Wissmannstraße hinauf ins blendende Licht, das Pflaster funkelte im Sonnenglanz des Mittags, die Luft war milchig und duftend. Wie hätte ich nicht lächeln können? Nun wird es Nacht, fast ist mir feierlich zumute: „So geisterhaft sind diese späten Tage“. Die Frauen tragen die schöneren Farben des Herbstes, das steht den Rothaarigen, nun ist ihre Zeit. Ruft der Abschied die Melancholie? Heute ist in mir ein Jubel, daß es dies alles gibt.
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