Weiße Nacht

Nun, da es schneit, wenigstens ein wenig, aber schön, danke ich niemandem, sondern freue mich, daß es schneit und meine Welt verschönt ist für die Dauer dieser nächtlichen Stunden, eigentlich des Schlafs, aber sicher können einige nicht schlafen oder wollen es nicht, liegen wach oder sitzen oder laufen herum, denn mit all diesen Flocken entsteht bald eine Schneedecke, über die zu laufen ein bedenkenswertes Vergnügen ist, denn mit meiner Spur entweihe ich das reine Weiß der ausgedehnten Fläche, und müßte ich nicht laufen, bliebe ich frierend stehen, ebenso ergeht es einem, der einen Stift in die Hand nimmt und verharrt, denn das Blatt Papier ist weiß und heilig, ich mag diese Analogie verlassen, denn sicher muß jemand über den Schnee laufen, früher, später, und das unbeschriebene Blatt Papier ist ja wenig an sich, doch immerhin Möglichkeit, das gilt nahezu für alles, deshalb ist es wichtig, daß Schnee-Erinnerungen erfolgen, sonst geriete Wichtiges aus dem Blick.


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