Die alten Kinder der Nacht

Haben die Dinge des Tages sich beruhigt und endlich schlafen gelegt, können wir zum Eigentlichen kommen. Es müssen die Schlafenden nicht neuerlich geweckt, die Träumenden nicht zurückgerufen werden. Die Geschäfte sind zurückgetreten, die Läden und Kaufstätten geschlossen, die Akten ruhen. Nachgeordnete Politiker betrinken sich an der Hotelbar, Lebenskünstler schwadronieren, was sie könnten. Auch sie werden sich schlafen legen. Die Musik klingt leise lange nach. Können wir zum Eigentlichen kommen, endlich nun. Tod möchte sich gesellen, bringt Geister mit. „Kennst du alle, aber erschrick nicht.“ – „Warum sollte ich?“ – „Du kennst sie, aber nicht aus Träumen. Sie begleiten dich, seit es dich gibt.“ – „Kannst du sie mir vorstellen?“ – „Ich fürchte, das geht zu weit. Ich bin nicht ihr Herr, habe nichts zu befehlen, sie sind freiwillig hier.“ – „So kommt herein, feiern wir ein wenig! Die Nacht gehört niemandem.“


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