Die Uhr schlägt den Takt der Sekunden, nicht den des Herzens. Nacht in der Küche. Auf dem Tisch die Reste des Mahls, leere Gläser, eine Flasche. Die Macht der Wörter und Bücher. Europa zur Zeit des französischen Imperiums, 1807, historisches Kartenmaterial; Senf aus Dijon, Grünkohl mit Bregenwurst; November und die Freundschaft und Liebe. Gespräche nicht über Gott und die Welt, sondern über die Welt und Gott, nein: über die Wirklichkeit und das, was sie begründet und zusammenhält. Gott als das Gute ist bereits Minderung, konnten wir lesen. Bilder des Tages laufen vorbei, während die Küchenuhr tickt. Ich habe Photos gemacht dieses Tages. In der Küche wird gekocht, mehr noch. Die Küche ist gut für fast alles. Kein unterschätzterer Ort, mag man denken. „Der muß schon stark sein, der heute furchtlos ist.“ (Ernst Jünger: An der Zeitmauer) Auch ich lege mich jetzt schlafen. Gewidmet meinen Gastgebern.
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