Wie kann man über etwas sprechen, wenn man eigentlich über alles sprechen möchte? In etwa so läßt sich meine Schwierigkeit als Frage formulieren. Von Anfang an war klar, daß ich schreibend oder zeichnend die Wirklichkeit verstehen wollen würde. Jede Geschichte, die ich schrieb und zeichnete (ich hatte Vorbilder in der Familie), endete oder verendete nach wenigen Seiten. Bis heute breche ich schnell ab. Warum halte ich nicht aus, warum bringe ich die Sache nicht zu einem Ende? Ich phantasiere mir Antworten zusammen, doch im Grunde weiß ich nahezu nichts. Ich weiß nicht, warum ich es bei Anfängen belasse. Das Ende scheint mich zu stören, und zwar von Anfang an. Selbst bei Spielfilmen kann ich mich nicht an das Ende erinnern; ich weiß nicht, wie es ausgeht. Ich unterstelle, daß es mich nicht interessiert. Irgendein Ende wird sich schließlich finden lassen, für jede Geschichte. Mich interessieren Konstellationen und Situationen, Sprechweisen und Sichtweisen, Täuschungen und Enttäuschungen. Filme und Bücher sind Erzählungen über Probleme, die wir haben könnten. Wir sind aufmerksame Tiere, wir sehen uns um.
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