Autorität zeigt sich

In München, habe ich heute erfahren, hat die Polizei zu tun, Menschen, die sich unangemessen weit von ihrer Wohnung entfernt aufhalten, mit Bußgeldern zu versehen. Der nächste Park ist der erlaubte, der übernächste bereits versagt. Seit wann sind sie in Bayern so, seit wann übertrumpfen sie jede Ordnungsmaßnahme, als gelte es, den Preußen zu zeigen, wie man regiert? Und sind sie stolz dort auf ihr historisch erworbenes Strebertum? Das Agrarische mag nachhängen, die einstige Rückständigkeit, das Verspottetwerden. Erklärungen wirken entschuldigend. Aber niemand redet von Schuld oder Versagen, ich jedenfalls nicht; aber viele wundern sich, was mit Bayern los ist, dem einstigen Königreich, seit 1918 „Freistaat“, was doch Republik bedeutet, also Befreiung vom Königtum. Es allen zeigen wollen oder müssen, eine Defizitausgleichsbemühung. Die bayerische Seele – wer kennt sich aus damit? Haben sie dort nicht sogar gesteigerte Furcht vor Drogen?


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Autorität zeigt sich

Ein Gedanke zu „Autorität zeigt sich“

  1. L.L. schreibt:

    Tja, lieber Holger, der bayrische Freistaat – der fing versprechungsvoll an. Genau genommen war es Erich Mühsam, der ihn ausrief. Er stellte sich dazu am 7. November 1918 am Stachus auf eine Parkbank. Die Revolution endete blutig im Schlachthof. Der Ministerpräsident Kurt Eisner wurde erschossen, Landauer im Gefängnishof von Stadelheim zu Tode geprügelt, Mühsam, Toller und etliche andere in Niederschönenfeld eingesperrt. Indes wurde Hitler hofiert und München zur Hauptstadt der Bewegung. In Nürnberg fanden die Aufmärsche statt. Und so fort und so weiter. Bald nach dem Krieg kamen die Schwarzen ans Ruder. In den Schulen wurde geprügelt, Flüchtling galt als Schimpfwort, die Pfaffen dominierten wieder wie im vergangenen Jahrhundert. Seither wurde eine Menge Schminke verwendet. Eine Schmier auf die andere. Das hat Bayern mit den ostdeutschen Ländern gemein. Unser Dorf muss schöner werden und blühende Landschaften – da facto geschminkte Leichen. Ich hab den Gestank in der Nase. Man bringt ihn seiner Lebtag nicht los,.

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