Man wird in etwas hineingezogen – unmerklich. Das ist der Trick der Suggestion. Und hier sind wir noch einmal am Anfang, bei der positiven Grundannahme nämlich: dem Angebot, dem Vorschlag. „Möchten Sie nicht bei uns anfangen?“ Das ist die Phase des In-Aussicht-Stellens, der Visionen, der Versprechungen. (Schöne Zweifachbedeutung des Verbs versprechen.) In uns Menschen muß etwas zutiefst Suggestives sein, aktiv und passiv, daß wir derart gern locken und verlockt werden, nicht allein sein mögen, sondern zu zweit (als Paar) oder in der gegenseitigen Gefangenschaft einer Gruppe. Dahin strebt alles, positiv wie negativ. Die Bewertungen trifft der Zeitstil, die Epoche, das Jahrhundert oder ein Historiker. Oder die Werbung, aber Werbung muß aktuell sein, sie funktioniert nur zeitnah. Darin liegt ihr Makel, sie hat ein zeitliches Reichweitenproblem. „Waschmaschinen leben länger durch Calgon“ glaubt heute niemand mehr. „Ein Volk, ein Reich, ein Führer“ klingt nach Bankrott und totalem Desaster. Werbeslogans, Suggestionen. Nimmt man sich einen x-beliebigen Text vor, meinetwegen diesen, erkennt man sofort die Suggestionen. Enthält ein Text keine oder zeigt sie auf, darf man staunen. Bereits das Indefinitpronomen man ist suggestiv. Ich benutze es gern und oft – damit Max Frisch folgend, siehe Homo Faber, Montauk u.a.
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