Diesseits der Flüche

Zeit für den Rückzug. Innehalten. Bücher lesen, Texte studieren. Wörter auf die Waage legen – sie wiegen was in Wirklichkeit. Kerzenflammen leben sehen: Wärme, Licht und Schönheit. Der Wind weht ums Haus, als wolle er hinein. Aus sich selbst schöpfen, die Reserven bemühen. Leere ertragen, bis sie sich füllt. Zeit für ellenlange Briefe. Geständnisse und Berichte. Bekenntnisse. Spaziergänge mit sich selbst oder denen, die wichtig sind. Läuterung, Klärung. Wenig Ablenkung – Zeit für die innere Sammlung. Wer bin ich, wovon zehre ich in der, nun ja: Not. Weniger reden, besser nachdenken. Schweigsam sein eine Zeit. Nicht jedes tun wollen, nur weil man es nicht kann. Diszipliniert sein auf geistige Art, nicht aus äußerer Erzwungenheit. Die innere Freiheit ausspielen, nachdem die äußere eingeschränkt ist. Einatmen. Ruhig bleiben. Sich dabei beobachten. Angst, Wut und all die anderen aus dem Sortiment registrieren. Das sind die trouble kids eigenen Erlebens, die Waisenkinder früheren Erleidens. Sollen sie ihren Vortrag leisten. Aber der Abend geht weiter und die Nacht ist noch lang. Versprochen.


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