Das schönste Beispiel für Coolness geben Mädchen und Jungen in der Pubertät. Da entsteht Fassadenkunst, die bewundernswert und erstaunlich ist. Wie man sich wappnet und wehrhaft zeigt. Ein Weiches und Werdendes ist zu schützen. Es gibt keinerlei Verhaltensroutine. Eine Persona muß her, unnahbar und kühl, angriffsstark und gefährlich, unberechenbar und faszinierend. Gut gemacht. Es gibt einiges Geschrei, zugleich kommen Sorgentrupps und Berater. Das Interesse scheint geweckt – auch das an sich selbst. Aber die Unsicherheit – die verschwindet nicht. Vertrauen wäre gut. Fassadenkunst strengt an. Coolness strengt an – schon vom Zusehen. Was soll’s, die Neuen müssen ins Weite und Große. Das schmerzt, das sind Initiationen. Es muß geopfert werden. Jeder Übertritt fordert etwas ein und gibt dafür etwas anderes. Weiß ja jeder.
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