Am Alexanderplatz war was los, als die Dämmerung einfiel und der Himmel schwarzblau zu leuchten begann. Der Mond trat demonstrativ hinzu, postierte sich neben die Antenne des Fernsehturms. Die Krähen an der Rathauspassage zeigten sich alarmiert, waren unruhig. Posten schwirrten auf, Luftlandetruppen flogen ein. Ein Fahrradfahrer klatschte laut in die Hände, das glich ihnen einer Explosion. Kurze Zeit später konnte Entwarnung gegeben werden, andererseits war völlig ungeklärt, wer wohin durfte, sollte oder mußte. Erneut flogen Boten ein, brachten Nachrichten, lösten Bewegungen aus. Ich lief durch dieses Elementargeschehen hindurch wie ein Tourist, erschrak kurz, fand dann zurück in meine Rolle. Sie lautete: Geh in den Untergrund, setz dich in die Bahn (du weißt, welche), warte ab. Vielleicht kommen drei Jugendliche, die aussehen wie Schaufensterpuppen. Prüfe nach, was es mit ihnen auf sich hat – aber sprich sie nicht an. Über die Zusammenhänge muß man schweigen lernen, wenn man Macht möchte.
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