Dreh dich nicht um, denn der …

Daß die Wirklichkeit, die uns vorgesetzt wird wie ein Alltagsgericht, nicht schmeckt, wußte ich ja bereits mit vier. Anschließend ging es ans Überstehen. Ich habe das bis heute nicht überstanden. Was für ein albernes Gebaren der Leute, welch blöde Ernsthaftigkeit angesichts der Fälligkeiten, die sich jeder ausrechnen kann. Nun ja, es muß gestorben sein. Mich trifft es ja auch. Aus meiner Familie hat der Tod schon reichlich genommen. Aber ich kann schwer verstehen, wie ich statistisch in die Trauer kommen soll – außer in die Angst. In der Vorsicht leben wir bereits – also was noch? Soll ich mich noch mehr fürchten? Vor welcher Begegnung soll ich jetzt noch zurückschrecken, da ich niemanden mehr treffe? An wen richten sich die Appelle, die ich lese? An die Blöden, die Zurückgebliebenen, die Achtlosen, die Rücksichtslosen, die Verpennten, die Scheißegalfraktionen? Aber wer sind die, wo leben die, was treiben die? Sollen jetzt noch die Letzten pädagogisiert werden, wo doch jeder weiß, daß niemand jemals alle erreichen kann. Übrigens zum Glück, sonst zögen bald „alle“ los in eine Richtung. Ich schwirre hier so herum und mag diesen Text besonders gern veröffentlichen, weil ich mich nicht sonderlich verbunden fühle mit einer Zivilisation, die den Tod und das Sterben weghaben möchte. Er ist ihr lästig, man muß den Urlaub absagen, einen Umweg in Kauf nehmen auf der Fahrt nach vorn in die helle Zukunft. Skifahren mit Helm.


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