Eisschollen treiben himmelwärts

Wahrnehmungen schlagen hin und her. Die städtische Schneelandschaft als ästhetisches Vergnügen. Das Elend in den Bahnhöfen des Untergrunds. Gerüche, Rufe, Streit. Zusammenrottungen. Bettler zotteln durch die Bahnen, sprechen ihren Nottext. Immer gibt irgendwer etwas, überraschend oft. Der Winter ist schlimm in Berlin, davor wurde gewarnt, und er ist lang. Derzeit klare Sache – draußen in der Nacht stirbt man. Blick zu den Sternen, während ich die Asche in den alten und angeschlagenen Emaille-Eimer schütte. Mitternacht durch und die kalte Schönheit des Todes.


Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Eisschollen treiben himmelwärts

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert