Vorteil der Verfilmung

Man muß sich nicht mehr an der Sprache der Beschreibung stören. Das Einzige, was bleibt, sind die Dialoge oder ist der Monolog einer Figur, der zuzuhören man sich nicht abgewöhnen kann, da sie etwas zu Gehör bringt, was, ganz gleich, wie abgeschmackt es formuliert sein mag, ins Innere dringt und auch dorthin gehört. Das Künstlerische klingt eben nicht künstlich. – Doch das ist nicht der Gedanke, den ich hatte. Ich dachte an Filme, die ihre Buchvorlage weit übertreffen, indem sie Bilder setzen, die man nicht mehr vergessen kann. Ein Buch ist für die Verfilmung doch allenfalls ein Vorwand, sagen wir: eine Vorlage. Man muß doch Seher sein, wenn man ein Buch verfilmen möchte! Durch die Buchstaben hindurch sehen, worum es wirklich geht. Worte sind Vorwände.


Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Vorteil der Verfilmung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert