Alles wissen, können, machen

Warum hat die Natur (falls das jemand ist) sich den Menschen geleistet? Nun ist er da mit seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten, seiner Neureichenarroganz. Zehntausend Jahre sind wie nichts, wenn es um Entwicklung, Selbsterkenntnis und Veredelung geht. Die echten Tiere müssen zusehen, wo sie bleiben, oder sich in Gefangenschaft beugen. Mit „dem Menschen“ ist etwas gewagt. Wir sind Ausführende und Zeugen seiner Vollmacht. Nun hat zwar niemand eine solche ausgestellt, doch wird gehandelt, als sei eine vorhanden. Demut vor was? Die Götter sind beiseite geräumt, Natur sind wir selbst und leiden ob ihrer, hängen frivole Witze und Schimpfwörter daran wie an eine Latrine, gotthaft prangen Vernunft und Fortschritt am Himmel der verzweifelten Wünsche. Wer kann sich diesem Wesen, das wir selbst sind, in den Weg stellen? Nur wir selbst und die Natur außerhalb der unseren.


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