Wenn es einen Tag gab, an dem ich glücklich war, dann möge der 28. Juni notiert sein. Deshalb nehme ich ihn mit in den 29. des Monats, und da es Nacht ist und ein leiser Wind geht, der Sanftes bringt und nichts Wesentliches nimmt, mag das gehen. Dies sind Protokolltexte. Ich bin mein eigenes Versuchskaninchen, aber als Mensch.
Ich habe heute erneut versagt, in der Schnellbahn hinaus aus der Stadt, denn ich habe der Hochschwangeren, die von Waggon zu Waggon geht und um Geld bettelt, nichts gegeben. Dabei habe ich mein idiotisch richtiges Denken bereits überwunden. Es hat gesagt: Das ist eine billige Nummer, derart auf Mitgefühl zu berechnen und dann zu kassieren. Überdies kommt sie sicher aus Rumänien, mag anschaffen müssen für einen Sippenchef. Das Verhältnis des Klischees zur Wahrheit und die Unergründlichkeit dieser Wahrheit – der des Lebens. Die schwangere Bettlerin sieht einen an, einen jeden, als fasse sie unmittelbar an das Herz. Auch deshalb vielleicht gab ich bisher nichts. An mein Herz mir fassen lassen, um Geld dafür zu geben?
Es ist mir recht, daß ich versagt habe. Mit einer halbwegs ebenbürtigen Würde möchte ich der Bettlerin morgen (nach dem Schlaf) begegnen, wenn sie erneut durch die Waggons geht, um zu leben.
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