Endlich wieder unten auf der Straße zwischen Fremden fremd

Ein ganz und gar verlassener Tag, ein Tag wie leere Straßen und müdes Beharren. Dabei begann er recht hübsch: eine Blaumeise saß auf dem Zinkblech des äußeren Fensterbretts und machte mit jedem Schritt, den sie auf der Schräge tat, kurze Kratzgeräusche. Als ich den Vorhang aufzog, flog sie nicht einmal davon. In den Bahnen wirkten die Leute wie mumifiziert: als hätte man ihnen etwas gegeben, das gegen alles hilft. Ich hörte Musik, die nicht zur vorbeirauschenden Stadtlandschaft paßte; ich hatte Gedanken, die nichts bewirkten außer Entsetzen; ich stand herum im Eingangsbereich der Türen und sah überanstrengt aus. Das Spiegelbild auf der Glastrennwand, hinter der jemand mit dunklem Mantel stand, täuschte nicht. Ich sah so aus, wie ich mich fühlte. Schlimmer wurde es, als ich versuchte, Zuversicht zu demonstrieren. Wem eigentlich und wozu? Die Straßen waren leider nicht leer, sie waren der Fahrzeuge und Menschen voll. Eine Art von Leben schien sich dort in Bewegung zu zeigen, ich lief widerwillig mit dem Strom, der sich aus der Schnellbahnstation in die Einkaufsstraße goß, umrundete entgegen kommende Hindernisse unter Aufbietung einiger Reserven und landete schließlich dort, wo ich zu arbeiten gewohnt bin. Stunden später erfuhr ich bei Asfa-Wossen Asserate (Manieren), weshalb man Untergebene Mitarbeiter nennt und warum das geschwindelt ist.


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