Alle Tage ohne Höhe

Der Alltag, der einer der Arbeit ist, zahnt sich fest. Ich soll zweckmäßige Gedanken fassen und pflegen. Pflichtschuldig gähne ich ab zehn Uhr und strebe zu Bett, daß mich der Ekel befällt. Wenn mich jemand zerbricht, dann bin ich es selbst. Das ist ein Schwur. Die Verhältnisse sind auf die Schwächung des Einzelnen ausgelegt, bis er sich isoliert und hoffnungslos wie von selbst ergibt. Dahinter und darunter stampft die Ökonomie; sie zu leugnen kommt einem Todesurteil gleich. Bloßes Geld garantiert niemandes Würde, wir erhalten das anhand der sogenannten Reichen anschaulich. Die Quantitativen streben ins Qualitative, doch der Übersprung bleibt aus. Es gibt keine herrschende Schicht. Dekadenz ist verlorene Höhe. Man fummelt noch in Manieren, bevor es brutal wird. Wir werden was erleben, haben dafür stattlich gezahlt.


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