Es muß eine Nacht geben, in der man alles sagt. Es hat solche Nacht gegeben, ich weiß es. Nein, die Welt zerbricht nicht, springt nicht in Stücke, wenn jemand den Mut faßt, einmal alles zu sagen. (Henry Miller hat das vermutet; Nietzsche hat es erhofft.) Die sogenannte Welt ist ein biegsames und elastisches Ding, nahezu unzerstörbar, auch wenn ein großer dummer Krieg angefangen zu haben scheint. Sie, die sogenannten Eliten, werden ihre Tränen zu weinen haben und Reuebekundungen absondern, ein paar Jahre später. Reue ist gekoppelt ans Mißlingen. Bevor etwas mißlingt, muß es begonnen und durchgezogen werden. Die Idioten besorgen das zuverlässig. Die Ahnungslosen sind geborgen, bis es kracht. Die Konflikte sind systemisch. Da das Wort nicht verstanden wird, agiert man systematisch. Hier lebt sich wie auf Abruf. Die Jungen sollen marschieren, sich erschießen lassen auf den Feldern der Ehre. Wer wen bekämpft, scheint vordergründig klar. Schaut man hinter die Kulissen, erkennt man leichtens die Verbindung der Symptomträger in Ost und West, also den Wahn- und Widersinn der Konfrontation auf einen Nichtspunkt zu. Gekettet an Erinnerungen, Geschichten und Vermächtnisse des Todes.
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