Schon stehen Pferde an der Tränke

Dalí’sche Figuren im Innern der Lavalampe. Eine rechte Hand, aus der ein Daumen treibt, der die Aufgabe des Zeigefingers übernimmt; Verklumpungen der anderen Finger; die Handkante ist festgeklebt an einer Masse aus glutrotem Plastilin. Die andere Hand faßt in den Himmel und krampft sich um ein Gebilde, das einer Krake ähnelt oder einem Wurfstern. Dort oben, wohin sie greift, schwimmen schwere Eier auf der trüben Suppe. Der Bauch unten droht zu bersten und schwillt weiter an. Er wird Blasen gebären, die nach oben schweben wie Gedanken.

Es gibt ein Biopic über Dalí, habe gestern hineingeschmeckt, nach fünf Minuten beendet. Nein, so geht es nicht. Wie sich die Leute blenden lassen von ein bißchen Show, strategischer Übertreibung und schützender Arroganz. Dalí schuf aus Angst. Daß er wie Picasso zur Marke degenerierte, ist den Bedürfnissen der Zeit und der Schwäche des Protagonisten geschuldet. Durchhalten macht legendär, am Ende kannst du deine Stifte versteigern lassen, die Traumtagebücher, die Tränentücher.


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